
Der nach der deutschen Teilung am Ortsausgang der B 27 Richtung Elend aufgestellte Gedenkstein erinnert daran, dass Braunlage bis zur Teilung Deutschlands zum Landkreis Blankenburg gehörte. Er war komplett von preußischem Gebiet umgeben.
Eigentlich sollte der einst zum Herzogtum Braunschweig gehörende Landkreis der britischen Zone zugeordnet werden. Doch wäre dann die Harzquerbahn unterbrochen worden. Und dies genau an jener Stelle bei Sorge, wo der Westteil des eigentümlich geformten Landkreises nur über einen wenige hundert Meter breiten Korridor mit dem größeren Ostteil des Landkreises mit der Kreisstadt Blankenburg verbunden war.
Die Alliierten einigten sich darauf, den Landkreis Blankenburg entgegen früherer Vereinbarungen an dieser Stelle zu teilen und den Ostteil der sowjetischen Zone zuzurechnen.
Dafür wurde das Gebiet um Bad Sachsa aus der sowjetischen Zone heraus der britischen Zone zugerechnet, denn ansonsten wäre der Bahnhof Walkenried durch umgebendes sowjetzonales Gebiet abgeschnitten gewesen, was sicher auch das Ende der Südharz-Eisenbahn von Walkenried nach Braunlage bedeutet hätte.
An den einst eine Einheit bildenden Landkreis Blankenburg erinnert dieser Gedenkstein, der nun vor dem Museum einen neuen Standort gefunden hat.
Braunlage wurde fortan Kreisstadt des „Restkreises Blankenburg“, bis die Gebietsreform den Nordteil des Restkreises dem Landkreis Goslar zuschlug, den Südteil hingegen dem Landkreis Osterode (heute Landkreis Göttingen).