Entwicklung des Fremdenverkehrs

Verlobungswiese
  • 1882 – Eintritt in die Reihe der Kurorte
    Braunlage
    öffnet sich offiziell für die Sommerfrische, Pensionen öffnen und man führt erstmals die Bezeichnung „klimatischer Gebirgskurort“. Zu diesem Zeitpunkt reisen jährlich erst wenige Dutzend Gäste an. Die Anreise in den Kutschen der damaligen Zeit über spärlich ausgebaute Straßen ist abenteuerlich.

  • 1896: Erstes Werbeprospekt wird herausgegeben

    Es erscheint „Wltzek’s colorierter Führer durch Braunlage im Harz, Höhencurort und Eisenmoorbad“.
    Im gleichen Jahr eröffnet Dr. Vogeler sein neues Sanatorium in Ortsmitte, das sich schnell einen exzellenten Ruf erwirbt und rasch anwächst.
  • 1899 – Anschluss an das Eisenbahnnetz

    Die Eröffnung der schmalspurigen Südharz-Eisenbahn von Walkenried über Wieda nach Braunlage mit Abzweig nach Sorge (Anschluss an die Harzquerbahn) und Tanne (Anschluss an die Harz-Zahnradbahn) bricht die geografische Isolation. Die Besucherzahlen steigen im Folgejahr sprunghaft auf über 3.000 Gäste an.
  • 1899 ein zweites Sanatorium


    Dr. Barner erwirbt die Villa „Haus Sonnblick“ am Hütteberg, auf dem erste Villen entstehen. Er hat die Absicht, dort ein Sanatorium einzurichten (dieses existiert als „Jugendstil-Sanatorium Barner“ bis heute).

  • Ab 1903: Braunlage wird zum Ort des Wintersports


    Die ersten Wintergäste kommen nach Braunlage. Braunlage wirbt für sich fortan als Sommer- und Winterfrische. Dr. Vogeler setzt sich für den Skilanglauf als Therapieform ein.

  • Ab 1908 – Anlage des Kurparks:

    Der Kurpark Braunlage wird mit dem Kurgarten und der Aufstauung des Gondelteiches als zentrales Element des Kurlebens gestaltet.
     
  • 1914-1918 Lazarettstadt

    Im Ersten Weltkrieg bricht der Fremdenverkehr ein. Braunlage wird zum Reservelazarett. Zahlreiche Hotels und Pensionen werden zu diesem Zweck eingezogen. Nach Kriegsende erholt sich der Fremdenverkehr nur langsam – auch durch Hyperinflation und Weltwirtschaftskrise.
  • 1934 – Stadtrechte und staatliche Anerkennung

    Am 1. Dezember wird Braunlage das Stadtrecht verliehen. Gleichzeitig erhält der Ort die offizielle Anerkennung als staatlich anerkannter heilklimatischer Kurort. Eine Wetterstation sowie eine Heilklimatische Forschungsstelle werden eingerichtet.

  • 1945: Braunlage wird Zonengrenzort

    Das Kriegsende und die Aufteilung Deutschlands unter den alliierten Siegermächten führt zur Zonengrenze zwischen der sowjetischen und britischen Zone 2 km von Braunlage entfernt. 
  • 1949 – Wiederaufnahme des Kurbetriebs

    Nach der Nutzung als Reservelazarett im Zweiten Weltkrieg wird die touristische und medizinische Infrastruktur zügig reaktiviert. Die Innerdeutsche Grenze wird immer undurchlässiger, so dass Braunlage sein touristisches Hinterland im Osten Deutschlands verliert. Dafür kommen vermehrt Berliner, Niederländer und Holländer nach Braunlage.
 
  • 1950 – Modernes Kurbadehaus: Die Eröffnung des neuen Kurbadehauses setzt moderne Standards für medizinische Anwendungen und Kurgäste.
  • 1959 – Einweihung des ersten Kurhauses: Ein festes Kurhaus bildet fortan das gesellschaftliche und kulturelle Zentrum für Veranstaltungen.

     

  • 1963: Eröffnung der Wurmberg-Seilbahn

    Die obere Sektion der Wurmberg-Seilbahn wird eröffnet. Der Besucherandrang ist groß, so dass 1967 der untere Abschnitt folgt. Es entsteht die Talstation direkt am Großparkplatz.
  • 1974 Kunsteisstadion Braunlage

    Am Großparkplatz eröffnet das Kunsteisstadion Braunlage, das mit seinem an zwei riesigen Pylonen aufgehängten Dach an die Stadien zur Olympiade in München erinnert.

  • 1977/1978 – Bau des Kurgastzentrums: Zum Ende der 1970er Jahre investiert die Stadt massiv in das neue Kurgastzentrum, um den Ansprüchen des modernen Gesundheitstourismus gerecht zu werden
  • 1989 Grenzöffnung

    Nachdem in Berlin die Mauer gefallen ist, wird am 12.11.1989 der Grenzübergang an der B27 zwischen Braunlage und Elend eröffnet. Damit ist auch in Braunlage die Grenze offen. Braunlage liegt wieder mitten im Harz – und das ist gut so.

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