Arne Leibusch - ein "echter" Braunlager

Arne Leibusch Denkmal am Museum

Das Denkmal für den „Ski-Experten“, „Wachs-Experten“ und was auch immer „Arne Leibusch“ erinnert nicht an eine reale Person.

Seine Geburtsstunde erlebte Leibusch bei den „Nordischen Deutschen Skimeisterschaften“ 1962 in Braunlage.

Viele Sportreporter waren damals in der Stadt, als die Nordischen Skimeisterschaften noch einen hohen Stellenwert im Wintersport hatten.

Allerdings herrschte Schmuddelwetter und das Training der Athleten, von denen sich mancher Reporter schon erste Schlagzeilen versprochen hatte, konnte nicht wie vorgesehen stattfinden.

So erfanden aus einer wohl der Langeweile geschuldeten Bierlaune heraus der damalige stellvertretende Chefredakteur und früherer Sportredakteur Eckard Schimpf von der Braunschweiger Zeitung zusammen mit seinen Kollegen Bruno Moravetz, Günther Isenbügel und Ernst Fricke die Figur des „Arne Leibusch“.

Ein Norweger sollte er sein, „Ski-Experte“ oder auch „Wachs-Experte“, „Wetter-Experte“ – je nach Bedarf.

Selbst Größen des Sports wie Gerd Mehl oder Harry Valérien streuten Arne Leibusch immer wieder augenzwinkernd in ihre Berichterstattungen ein.

Sogar im Handelsblatt wurde er zu einem Finanzanalysten.

Auch ein Foto zeigt „Arne Leibusch“. Es wurde einem historischen Foto entnommen, , das eigentlich unter dem Titel „Die letzten Scharfrichter Münchens“ erschienen war. Wäre das Foto vollständig abgebildet worden, hätte man noch die neben dem Herrn stehende Hinrichtungsmaschine sehen können.

Der in einem Scherz-Zeitungsartikel angekündigte „Arne-Leibusch-Lauf“ mit Erbsensuppe und Freibier fand dann letztlich auch nicht statt.

So ist Braunlage Ausgangspunkt für diverse Zeitungslegenden und -enten.

Grund genug, Arne Leibusch, der durch den ehemaligen Museumsleiter Karl Günther Fischer nur „das Phantom“ genannt wurde, ein Denkmal zu setzen.

2014 wurde der Gedenkstein am Museum in Beisein von Eckard Schimpf – einem der geistigen Väter Leibuschs – eingeweiht.

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